Geschichte der Pfarre Neumarkt/Y.

Die Anfänge der Pfarre Neumarkt sind leider auf Grund verloren gegangener Urkunden nicht mehr nachweisbar. Eine mehr oder weniger lückenlose Chronologie ist ab 1475 gegeben. Ab diesem Jahr sind die Pfarrer nachweisbar und mit ihnen die wechselvolle Geschichte des Ortes und der Pfarre.

Im Zuge der Reformation und den damit zusammenhängenden Konflikten innerhalb der Pfarre wurde diese am 19. Februar 1604 aufgehoben und der Pfarre Ybbs unterstellt. Die Chronik berichtet von vergeblichen Versuchen zur Wiedererrichtung der Pfarre.

Erst im Jahre 1755 kam es – nach großherzigen Spenden einiger Wohltäter – zur Wiedererrichtung des Vikariates. Die Freude unter den Pfarrkindern muss groß gewesen sein, denn schon kurze Zeit nach der Errichtung begann man mit der Renovierung der Kirche und der Erhöhung des Turmes. 1759 wurde der alte Pfarrhof gebaut (heute Kaufhaus Zeitlhuber).

Als sich Mitte des 19. Jahrhunderts die politische Lage beruhigte, ging man daran, die Kirche zu verschönern und das religiöse Leben neu zu ordnen. Der Erste Weltkrieg brachte auch für die Pfarre wieder Not und Sorgen.

Einen Monat nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges kam es zur Wiedererrichtung der Pfarre mit 1. Oktober 1939 durch Bischof Michael Memelauer.

Als die ärgsten Schäden des Zweiten Weltkrieges überwunden waren und sich das Leben wieder normalisierte, begann auch für die Pfarre ein neuer Abschnitt. Das religiöse Leben boomte, so dass ab 1947 am Sonntag zwei Heilige Messen gefeiert wurden.

Am 1. Mai 1949 war die Weihe der neuen Kirchenglocken, 1951 fand eine große Volksmission statt, 1954 wurde die Kirche innen renoviert, 1957 der Friedhof saniert und neu geordnet. 1958 wurden Umbauten auf der Orgelempore vorgenommen, um für den damals gewaltigen Kirchenchor Platz zu schaffen, 1960 begann der Bau des neuen Pfarrhofes, 1968 wurde die Kirche der bis dahin größten Renovierung unterzogen. 1970 am Osternmontag – wurde die erste rhythmische Messe in der Pfarre gefeiert.

Mit der Amtseinführung von Pfarrers Johann Streißelberger am 17. Dezember 1972 begann auch eine innere Erneuerung in der Pfarre, das geistliche Leben wurde um zahlreiche Facetten bereichert. Vor allem die Jugendarbeit in ihren vielfältigen Ausformungen und die Wahl eines Pfarrgemeinderates waren Meilensteine in der Pfarrgeschichte.

Um den zahlreichen Gruppen, die in der Pfarre beheimatet sind, ein Dach über dem Kopf zu bieten, wurde Mitte der Achtziger Jahre das geräumige und äußerst ansprechende Pfarrzentrum gebaut.

Ein Bauvorhaben von historischer Dimension nahm mit dem Anmarsch der Bauarbeiter am 27. August 1990 seinen Anfang: die Erweiterung der Kirche! Nach rund 19monatiger Bauzeit konnte am 29. März 1992 die feierliche Kirchweihe begangen werden!

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