Fastenzeit und Heilige Woche

Aschermittwoch, 6. März 2019, 19:00 Uhr

Am Aschermittwoch erinnert uns die Liturgie mit dem Aschenkreuz daran, dass wir vergängliche Menschen sind. Es beginnt die Fastenzeit, die Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest. Viele Christen betrachten die 40-tägige Fastenzeit als Gelegenheit den Alltag zu ändern, um Gott näher zu kommen.

 

Kreuzwegandachten (in der Pfarrkirche Neumarkt)

Eine besondere Andachtsform in der Fastenzeit ist die Betrachtung des Leidensweges Jesu von seiner Verurteilung bis hin zur Grablegung. Im Mitbeten des Leidensweges des Herrn können wir unsere persönlichen Sorgen und Anliegen betend mittragen.

  • Freitag, 8. März 2019, 18:00 Uhr
  • Sonntag, 10. März 2019, 14:00 Uhr
  • Freitag, 15. März 2019, 18:00 Uhr
  • Freitag, 22. März 2019, 18:00 Uhr
  • Sonntag, 24. März 2019, 14:00 Uhr
  • Freitag, 29. März 2019, 18:00 Uhr
  • Freitag, 5. April 2019, 17:30 Uhr
  • Sonntag, 7. April 2019, 14:00 Uhr

 

Bußfeier

In der Fastenzeit sind wir auch eingeladen, unser Leben zu überdenken und vor Gott zu bringen, was uns bedrückt und belastet, was uns von Gott und voneinander trennt. Und wir dürfen erfahren: Gott schenkt Vergebung und einen Neuanfang. Dies geschieht zum einen in der Bußfeier und zum anderen in sakramentaler Weise in der Hl. Beichte.

  • Mittwoch, 20. März 2019, 19:00 Uhr: Bußfeier der Firmlinge in der Pfarrkirche Neumarkt
  • Donnerstag, 4. April 2019, 19:00 Uhr: Bußfeier in der Pfarrkirche St. Martin
  • Karfreitag, 19. April 2019, 18:00 Uhr Beichtmöglichkeit in der Pfarrkirche

 

Die Heilige Woche

oder Karwoche lädt uns ein in besonderer Weise auf Jesus zu schauen. Wir sehen ihn beim Einzug in Jerusalem mit großer Freude umjubelt. Wir sehen ihn beim Letzten Abendmahl, wo er von seinen Freunden Abschied nimmt. Schließlich sehen wir ihn das Kreuz tragen und dann, wie er am Kreuz stirbt. Und wir sehen den toten Jesus im Grab. Aber Jesus bleibt nicht im Grab. Der Tod hat nicht das letzte Wort. In der Osternacht feiern wir das Leben, das Gott schenkt und die Liebe Gottes, die stärker ist als der Tod.

  • Palmsonntag, 14. April 2019, 09:00 Uhr: Prozession und Hl. Messe in der Pfarrkirche, sowie Kinderwortgottesdienst nach der Prozession im Pfarrzentrum Neumarkt
  • Gründonnerstag, 18. April 2019, 17:00 Uhr: Kinderandacht in der Pfarrkirche und 19:30 Uhr Gründonnerstag-Liturgie und Ölbergandacht in der Pfarrkirche
  • Karfreitag, 19. April 2019, 19:30 Uhr: Karfreitagsliturgie in der Pfarrkirche
  • Karsamstag, 20. April 2019, 20:00 Uhr: Osternachtfeier und Auferstehungsprozession in der Pfarrkirche
  • Ostersonntag, 21. April 2019, 09:30 Uhr: Hochamt in der Pfarrkirche
  • Ostermontag, 22. April 2019, 09:30 Uhr: Hl. Mess mit Eucharistischem Segen in der Pfarrkirche und von 18:00 bis 19:00 Uhr Anbetungsstunde in der Pfarrkirche

 

 

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Feier der Geburtstagsjubilare

Frauen und Kirche

Im Pfarrboten konnte ein Artikel zum Thema Frauen aus Platzgründen nicht abgedruckt werden. Er hier in 3 Teilen nachgeholt werden:

Teil 1: Frauen im Judentum

 „Ich werfe unserer Zeit vor, dass sie starke und zu allem Guten begabte Geister zurückstößt, nur weil es sich um Frauen handelt“. (Theresa von Avila,16. Jh.)

In Israel hatten die Männer das Sagen.

  • Männerdominierte Umgangsformen wohin man sah.
  • Und die Männer hatten das Gesetz auf ihrer Seite.
  • Dieses stand in der Tora. Die Hl. Schrift der Juden. Die wichtigste Schrift im Alten Testament.
  • Geschrieben von Männern. Oder doch von Gott?
  • Ist die Bibel nicht das Wort Gottes? – Ja und nein.

Die moderne Bibelwissenschaft sagt es so: Die Bibel ist Gotteswort im Menschenwort. Also: Menschen einer bestimmten Zeit mit ihrem je eigenen Weltbild deuten ihre Erfahrungen in einem größeren Horizont. Sie erahnen einen Schöpfergott, der sie nicht im Stich lässt, der sein JA zu allem nicht zurücknimmt.

 

Dass die Frau benachteiligt war, hatte eine lange Tradition – auch in den Nachbarländern Israels.

  • Bei der Geburt zählten nur Söhne.
  • Frauen waren nicht erbberechtigt (auch Witwen nicht).
  • Ihr Zeugnis vor Gericht war nichts wert oder nur die Hälfte im Vergleich zum Mann.

Die Schöpfungserzählungen brechen zwar mit diesem antiken Bild von der Frau („Als Mann und Frau erschuf er sie, als sein Abbild“, „Ich will Adam eine Hilfe machen, die ihm entspricht“). Praktische Gleichstellung gab es aber trotzdem nicht in Israel. Die Frau war Dienerin, befreit von der Erfüllung religiöser Gebote, um bei ihren häuslichen Pflichten nicht gehindert zu sein (das Gleiche galt übrigens auch für die Sklaven…). Der Mann konnte die Frau aus der Ehe entlassen – umgekehrt keine Chance.

Traditionen sind sehr mächtig. Selbst göttliches Wirken vermag männlich-patriarchale Deutung nicht zum Schweigen zu bringen. Beide Schöpfungserzählungen (10. bzw. 6. Jh. v. Chr.) weisen eindeutig auf die Gleichberechtigung von Mann und Frau hin. Und beide Erzählungen werden immer wieder einseitig gedeutet und immer wieder uminterpretiert. Von Männern für Männer.


Der Teil 2 erzählt davon, was Jesus von dieser Tradition gehalten hat und welche Rolle die Frauen in der Urkirche gespielt haben.


Robert Brunbauer

 

Kirchenmusik

Minitag im Stift Seitenstetten