Außenrenovierung Pfarrkirche

Geschichte

Unser Kirchturm wurde zusammen mit dem netzrippengewölbten Langhaus in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtet. Wahrscheinlich nach einem Brand wurde 1758 der Turm geringfügig – zur Errichtung eines Glockengeschosses für die neu angeschafften Glocken – erhöht und mit einem schindelgedeckten Zwiebelhelm gekrönt. Am 13.7.1834 wurde der Turm samt der Turmuhr durch Blitzschlag stark beschädigt. Nach einer Umdeckung auf Eisenblech im Jahr 1851 wurde die barocke Kuppel 1872 durch den neugotischen, achtseitigen, geknickten und mit Naturschiefer eingedeckten Pyramidenhelm ersetzt.

Am 12. Juli 2008 hat ein Sturm das Turmkreuz in gefährliche Schieflage gebracht. Mit Hilfe der Feuerwehr und eines Kranwagens wurde es abmontiert. Am 14. Dezember konnte es renoviert und erstmals vergoldet, wieder montiert werden. Die Kosten der Vergoldung hat Herr Pfarrer Streißelberger übernommen.

Sturmschaden 2018

Im Zuge der Sturmschadenbehebung 2018 am Kirchturmdach wurden schwere Schäden an der tragenden Konstruktion festgestellt und von Experten mit „Gefahr im Verzug“ eingestuft. Die Erneuerung erschien unumgänglich und im Juni 2018 wurde das umfangreiche Projekt (außerordentliches Budget für 2019 € 275.000,00) bei der Diözese eingereicht. Damit wäre das Kirchturmdach komplett abgetragen und ein Dachstuhl mit Blecheindeckung aufgesetzt worden. Dazu hat es seitens des Denkmalschutzes Einwände gegeben. Einerseits wurde von diesem der Ersatz der Natursteindeckung durch Kupferblech – im Hinblick auf diese seltene Besonderheit – abgelehnt. Weiters haben Fachleute befunden, dass das Gebälk des historischen Dachstuhls nur teilweise erneuert werden muss. Zusammen mit der teureren Naturschiefer-Neueindeckung sind die Kosten dennoch rund € 30.000 unter der ursprünglichen Annahme, sodass dieser Betrag für unvorhersehbare Arbeiten zur Verfügung steht. Rund € 100.000 sind von der Pfarre aufzubringen.

Das Vorhaben

Nach weiteren Gesprächen mit der Diözese hat der Pfarrkirchenrat am 4.12.2019 beschlossen, das eingereichte (und bewilligte) Projekt 2020 in Angriff zu nehmen. Weiters wird der Putz am Kirchturm und am Altbau ausgebessert und neu gefärbelt. Ausbesserungsarbeiten sind auch an den beiden gotischen Maßwerkfenstern an der Südseite (Marienaltar) nötig. Am Neubau wird ein Wärmeverbundsystem angebracht, womit die bestehenden Kältebrücken beseitigt, und künftig keine Verfärbungen im Kircheninneren entstehen sollten. Der Osteingang wird „barrierefrei“ gemacht und mit einem automatischen Schließsystem versehen. Die drei Fenster auf der Ostseite der Kirche im Obergeschoß (Chor) werden mit Sonnenschutzfolien verklebt, damit soll unsere Orgel vor Hitze besser geschützt sein.

Der Zeitplan

Nach Prüfung der Angebote und Corona bedingten Verzögerungen hat am 4. Juni das Baueinleitungsgespräch stattgefunden, mit den beauftragten Firmen wurde der Zeitplan festgelegt. Mitte August wird das Baugerüst aufgestellt. Zuvor soll schadhafter Putz abgeschlagen werden, das könnte als Eigenleistung der Pfarre mit freiwilligen Helfern erfolgen. Bis Ende November soll das Bauvorhaben abgeschlossen sein.

Möglichkeiten zur Unterstützung gibt es beim Abschlagen des schadhaften Putzes bzw. finanziell (IBAN AT25 3293 9003 0030 4998).