Gedanken zum Sonntag

Liebe Schwestern, Liebe Brüder!

Am Donnerstag haben wir Christi Himmelfahrt gefeiert. Der auferstandene Herr Jesus Christus, unser Erlöser, ist in die göttliche Herrlichkeit aufgenommen und erhöht worden.

So sprechen wir auch im Glaubensbekenntnis: „aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters“. An dieses Glaubensbekenntnis schließt sich eine Bitte an Gott an. Unser Glaube verbindet sich mit unserer Hoffnung: Unsere Hoffnung, dass Christus alle Tage bis zum Ende der Welt bei uns bleibt.

Und Jesus verspricht uns „Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Jesus verspricht, mit uns zu sein und mit uns zu bleiben. Im Gebet bitten wir Gott, dass dieses Wort für uns als Gemeinschaft, aber auch für uns ganz persönlich, zur konkreten Erfahrung wird.

Die Erfahrung Gott zu spüren ist für jeden Menschen verschieden. Diese Erfahrung ist für jeden von uns Einzigartig. Jeder von uns spürt Gott in anderen Momenten, in Begegnungen mit Menschen. Momente mit unserer Lieben, aber auch in Begegnungen mit Menschen die wir noch nie vorher getroffen haben.

Christi Allgegenwart ist kein abstrakter Glaubenssatz, sondern wir können damit eine konkrete Hoffnung verbinden, die das eigene Leben beeinflusst, stärkt und fördert. Ich gehe meinen Lebensweg nicht allein und wir – als Gemeinschaft des Glaubens – sind geeint und leben heraus aus dieser Gegenwart Christi.

Jesus betet nach dem letzten Mahl vor seiner Hinrichtung. Er blickt zurück auf sein Tun und schließt sein irdisches Wirken ab. Jesus spricht im Gebet den Vater im Himmel an und zugleich spricht er auch zu uns – er gibt einen jeden von uns seinen Auftrag für die Welt.

Jesus hat sich und den himmlischen Vater geoffenbart; er hat uns gelehrt, den wahren Gott zu erkennen und Christus zu erkennen den der Vater gesandt hat.

Wir sind als Menschen in unserer irdischen Welt und bleiben auf dem Weg. Aber wir tun dies nicht mehr allein. Im Glauben sind wir jetzt schon mit Christus verbunden, der für uns beim Vater eintritt. Der erhöhte Jesus Christus steht für uns bei Gott ein und das schenkt uns auf Erden die Zuversicht, dass er „mit uns und in uns ist“

Amen

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