Gedanken zum 5. Fastensonntag

In jener Zeit war ein Mann krank, Lazarus aus Betanien, dem Dorf, in dem Maria und ihre Schwester Marta wohnten. Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen. Marta sagte zu Jesus: „Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.“

Jesus sagte zu ihr: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?“ Marta antwortete ihm:„Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.“

Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt, und er ging zum Grab. Jesus sagte: „Nehmt den Stein weg!“ Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber erhob seine Augen und sprach: „Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich wusste, dass du mich immer erhörst; aber wegen der Menge, die um mich herum steht, habe ich es gesagt; denn sie sollen glauben, dass du mich gesandt hast.“

Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: „Lazarus, komm heraus!“
Da kam der Verstorbene heraus; seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt. Jesus sagte zu ihnen: „Löst ihm die Binden, und lasst ihn weggehen!“ Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und gesehen hatten, was Jesus getan hatte, kamen zum Glauben an ihn.

(Joh 11,1-45)

Du Gott bist da
Mitten im Tod Dein Licht sehen
Mitten in der Nacht Deine befreiende Hand ergreifen
Mitten in der Krankheit Dein Heil spüren
Mitten in der Gefangenschaft Deine Gerechtigkeit durchsetzen
Mitten im Unrecht Deine Güte kosten
Mitten im Bösen Deine Vergebung erfahren
Mitten in der Schuld Deinen Frieden weitergeben
Mitten im Hass Deine Liebe bezeugen
Mitten in der Welt Dir nachfolgen
Das ist es wozu Du uns rufst:
Mitten im Leben Du Gott mit uns

Diakon Christian Mayr

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