Gedanken zum 4. Fastensonntag

Gottes Wirken wird offenbar

In jener Zeit sah Jesus unterwegs einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. Da fragen ihn seine Jünger: Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst? Oder haben seine Eltern gesündigt, sodass er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden… (Joh 9,1-3.6-9. 13-17.34-38)

Auf die Frage der Jünger, wer an der tragischen Lage eines Blindgeborenen schuld sei, gab Jesus zur Antwort: “Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern die Werke Gottes sollen an ihm offenbar werden.”

So ist es wohl auch heute: Das Corona-Virus ist keine Strafe Gottes, genauso wenig wie andere Schicksalsschläge, die uns treffen. Vielleicht aber sollen das Wirken Gottes offenbar werden, an den vielen Orten der Welt. – In herausfordernden Situationen ist es Menschen immer wieder bewusst geworden, dass sie nicht alles in ihrer eigenen Hand haben.

Vertrauen wir darauf, dass Gott uns die Kraft gibt, Krankheit und Sorgen zu meistern, auch wenn Leid uns den Atem zu nehmen scheint und Enttäuschung uns den Boden unter den Füßen wegzuziehen droht.

Vertrauen wir darauf, dass Gott bei uns ist, auch wenn uns das Virus in der Wohnung isoliert.

Vertrauen wir darauf, dass Gott stärker ist als ein Virus, der sich Corona, das Herz, nennt. Gott hat ein Herz für uns und ist in seiner bedingungslosen Liebe stets an unserer Seite. Er ist der feste Boden auf dem wir stehen.

Amen

Moderator Stephan

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